5 may. 2010

Piensa, Louis Armstrong




Es joven/ quizás/
el que conduce el auto
y se sueña cantando un blues
que de tan triste hienda el pecho
de los paseantes que no lo ven.
Porque sus años son bastante
y no tanto que le consientan
ser regio y cantar o al menos
tararear un blues decentemente.
¿De dónde esa necesidad?
Si en realidad
nadie le ha pedido que cante
y a ninguno le parece necesario.
(Él sí precisa armonía
mientras conduce el auto).
Las luces en la calle
confirman lo de siempre:
todos avanzan a su aridez.
No saben que son la alucinación
de un negro de blues espléndido.

Denkt Louis Armstrong

Er ist jung/ vielleicht/
der am Steuer des Wagens sitzt
und träumt, er würde einen Blues singen,
einen so traurigen, dass es den Fußgängern
das Herz zerreißt. Sie sehen ihn nicht,
weil er alt ist, aber nicht so
alt, dass sie ihm zutrauen würden,
der Größte zu sein und einen Blues
zu singen oder zumindest anständig zu summen.
Woher stammt dieses Bedürfnis?
Wenn ihn eigentlich niemand
aufgefordert hat, zu singen,
und es niemandem notwendig erscheint.
(Ihn, jedoch, verlangt es nach dieser Harmonie
während er am Steuer seines Wagens sitzt.)
Die Lichter der Straße
bestätigen immer dasselbe:
Jeder fährt weiter durch seine Wüste,
weiß aber nicht, dass er das Hirngespinst
eines großartigen Bluessängers ist.

(übertragen von Timo Berger)

Imagen: trianacartoon.blogspot.com